Schadensbeseitigung

Wartungsverträge inklusive Reparaturgarantie

Vielfach schließen Immobilienbesitzer mittlerweile bereits Wartungs- und Reparaturverträge mit den einzelnen Gewerken ab. So kontrolliert der Heizungsinstallateur nicht nur einmal jährlich die Kesselanlage und putzt den Brenner, sondern tauscht auch unaufgefordert Verschleißteile aus. Auch andere Fachbetriebe bieten ähnliche Serviceroutinen an. So inspizieren Dachdecker in festgelegten Abständen die Dachhaut, befreien das Dach von Moosen und anderem Bewuchs, erneuern defekte Ziegel und reinigen Dachrinnen und Lüftungsöffnungen.

Zu den vertraglich vereinbarten Aufgaben von Gartenbaubetrieben gehört häufig nicht nur Rasenmähen und Grünschnitt, sondern auch die regelmäßige Wartung von Teichanlagen inklusive Filtertausch und die bautechnische Pflege von Trockenmauern und hölzernen Sichtschutzanlagen. Es hat wohl auch noch keinem Haus geschadet, wenn der Elektrofachmann die Leitungen von Zeit zu Zeit durchmisst und die Blitzschutzanlage oder den Überspannungsschutz für das kostbare Heimkino-System oder den Computer mit allen gesammelten bildlichen Familienerinnerungen auf dem Stand der Sicherheit hält.

Sollte es zwischenzeitlich zu Problemen mit häuslichen Anlagen oder der Bausubstanz selbst kommen, so ist der Fachbetrieb dann auch der Ansprechpartner für eine Diagnose möglicher Schäden und deren sofortige Behebung.

Heimwerkers Metier - aber Ergebnis nicht immer von Dauer

Wählt der Immobilienbesitzer nicht diesen relativ bequemen Weg zur Erhaltung seines Hab und Gutes, ist er natürlich selbst in der Pflicht, alle Veränderungen zu registrieren und Schäden umgehend beseitigen zu lassen. Auch wenn viele Heimwerker gerade in diesem Metier ihr eigenes Betätigungsfeld sehen, bleibt eine fachlich korrekt ausgeführte Schadensbeseitigung immer noch der beste Garant für eine lange Haltbarkeit, Garantie inklusive.

Typische Sanierungsfälle auch an neuen Immobilien

Sanierungsfälle können ihre Ursache auch in der Verwendung ungeeigneter Baumaterialien haben oder durch unsachgemäße Verarbeitung verursacht sein. Typischerweise aber entstehen sie durch den Zahn der Zeit, der stete Gebrauch führt unweigerlich zu Abnutzungen und Materialermüdungen, hinzu kommen die Einwirkungen durch Wind und Wetter, Schadstoffe in der Luft oder Erschütterungen.

Dachschäden

Hier zählen lecke oder verstopfte Regenrinnen, defekte Ziegel, Bemoosungen und Verschmutzungen zu den häufigsten Ursachen für eine Beeinträchtigung der Funktion der Außenhaut. Insbesondere Regenrinnen aus Plastik älterer Produktion unterliegen einem relativ schnellen Alterungsprozess und erfordern eine Komplettsanierung der Dachentwässerung. Undichte Regenrinnen führen nicht selten zu Folgeschäden durch in das Mauerwerk eindringende Nässe.

Gebrannte Tonziegel halten erfahrungsgemäß länger, als Betondachsteine und sind meist auch weniger anfällig für Verschmutzungen. Eine Dachsanierung muss nicht unbedingt Neueindeckung bedeuten. Sie umfasst heute neben einer Reinigung immer häufiger auch eine Beschichtung mit Schmutz abweisenden Nanopartikeln, die zugleich dem Haus durch eine Vielzahl möglicher Farbgestaltungen ein völlig neues Aussehen verleihen können. Nähere Informationen auch unter Bedachungen.de und Dachbeschichtung.de

Feuchtigkeitsschäden

Feuchtigkeitsschäden machen vielen Immobilienbesitzern die größten Sorgen. Schimmel an den Wänden und Modergeruch lassen keinen Zweifel aufkommen, dass es um die Bausubstanz nicht zum Besten bestellt ist und dass die Bewohner mit gesundheitlichen Schäden rechnen müssen. Echter Hausschwamm und Salpeter sind Themen für den Fachmann.

Eine professionelle Trockenlegung setzt immer erst einmal die Suche der Ursache für die Durchfeuchtung voraus. Aufsteigende oder drückende Nässe überwinden in der Regel selbst sachgerecht ausgeführte Außenabdichtungen, sobald Wurzeln eine Bresche in die Bitumenmasse geschlagen haben. Erneuerung oder Ersteinbau einer Horizontalsperre im außen liegenden Mauerwerk, oder die Ausbesserung der kompletten Außenbeschichtung sind aufwendigere Arbeiten, die man unbedingt in die Hand von Fachfirmen geben sollte. Da sie entweder mit dem Aufsägen des Mauerwerkes bzw. auch dem Aufgraben entlang der Gebäudeaußenwand einhergehen, sind sie nicht selten recht kostenintensiv. Trotzdem sollte man sich vor Angeboten besser hüten, die mit elektrostatischen Wundermitteln oder Ähnlichem Abhilfe ohne Eingriff in die Bausubstanz versprechen.

Eine vielfach mit Erfolg praktizierte Technik sind Gelinjektionen, die in das belastete Mauerwerk gesetzt werden und die das Material durch Aushärtung undurchlässig machen. Es gibt auch eine Version, bei der eine sogenannte Schleierinjektion vor das Mauerwerk gesetzt wird. Detaillierte Informationen finden sich im Fachportal Kellersanierung.de

Ursachen von Feuchtigkeitsschäden können auch gealterte Hochbaufugen sein, also Außenwandfugen zwischen Bauteilen aus Ortbeton, Betonfertigteilen sowie aus unverputztem Mauerwerk und Natursteinen. Grundsätzlich müssen bei deren Sanierung Dichtmittel eingesetzt werden, die nach DIN 18540 geprüft und zugelassen sind. Mehr dazu unter Fugenabdichtung.de

Frostaufbrüche und Fassadenschäden

Frostaufbrüche entstehen an Stellen, an denen sich wegen undichter Oberflächen oder Abdichtungen Wasser gesammelt hat. Zumal auf Balkonen und Terrassen finden sich solche unangenehmen Stolperstellen, aber auch auf Zufahrten und Gehwegen, Hofanlagen und selbst im Mauerwerk. Notdürftige Ausbesserung mit Gussbitumen oder Asphalt ist keine dauerhafte Lösung. Bevor nicht die Ursachen durch eine tiefgründige Sanierung beseitigt sind, werden solche Stellen immer wieder aufbrechen.

Risse und Aufbrüche im Mauerwerk können allerdings auf Bauwerksbewegungen oder Spannungen hinweisen. Auch hier gilt, vor einer Reparatur fachgerecht die Ursachen ermitteln und beseitigen.

Risse im Mauerwerk lassen die Fassade unansehnlich werden. Der Grundsanierung der Bauwerkssubstanz wird also in den meisten Fällen dann auch eine Fassadensanierung folgen müssen. Dies kann nötig werden durch die völlige Verwitterung des Anstrichs, oder bei Wandbekleidungen durch Verrottung von Unterkonstruktionen, Durchfeuchtung von Dichtmaterialien, Schädlingsbefall unter Außenwandpanelen oder abplatzende Klinker. Weitere Informationen finden Sie unter Fassadensanierung.de.

Schädlingsbefall

Zu den unangenehmsten Untermietern einer Immobilie gehören tierische Schädlinge, seien es Ameisen, Schaben, Silberfischchen oder Holzwürmer. Auch Wespen- und Hornissennester können den regulären Bewohnern das Leben schwer machen. Silberfischchen weisen nicht selten auf durchfeuchtete Gebäudeteile hin. Hier bedarf es also in vielen Fällen auch einer Trockenlegung. Zumindest Schaben, Wespen und Hornissen sollten der "Obhut" des Kammerjägers anvertraut werden und ihm zugleich die Prüfung der Bausubstanz auf dauerhafte Schäden infolge des Befalls auferlegt werden. Insbesondere Holzwurmbefall an tragenden Holzkonstruktionen kann erheblichen Schaden anrichten. Deshalb gehört zu einer professionellen Sanierung in diesem Falle immer neben der Bekämpfung von aktueller und nachfolgender Population und dem Austausch geschädigter Holzteile auch die entsprechende Bauschutzmaßnahme durch dauerhafte Imprägnierung.

Schadstoffentfernung

Ein typischer Sanierungsfall sind schadstoffbelastete Immobilien. Sei es durch Asbest in tragenden Teilen oder Dachkonstruktionen, eine unzulässige Kontaminierung durch Formaldehyd oder Schadstoffe ausdünstete Holzschutzmittel beispielsweise. Hier sollte man sich Rat und Hilfe bei entsprechenden Fachlaboren holen und zuerst einen Test vornehmen lassen. Zumal bei Asbest müssen vor einer baulichen Sanierung in jedem Falle ein fachgerechter Ausbau und eine kontrollierte Entsorgung der belasteten Materialien stattfinden. Strenge Entsorgungsvorschriften gibt es auch für alte Dämmstoffe.


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