Entkernung

Unter Entkernung versteht man den Abriss eines Gebäudes von innen heraus. Lediglich die äußere Hülle also bleibt bestehen. Diese Vorgehensweise wird gewählt, wenn das Gebäude in seinem bisherigen Bestand nicht mehr genutzt werden kann oder soll, aus meist städtebaulichen, ästhetischen oder denkmalschützerischen Erwägungen heraus aber der Erhalt der Fassade vorgesehen ist.

Entkernung kommt auch zum Einsatz bei der Sanierung von Objekten mit erheblichem Brandschaden, bei einer Asbestsanierung oder auch bei massiven Wasserschäden.

Mit der Entkernung beschäftigen sich spezielle Abbruchunternehmen. Bevor die eigentliche Demontage, beziehungsweise der Rückbau, begonnen werden kann, ist eine aufwendige Absicherung der verbleibenden Außenmauern notwendig. Je nach den zu erwartenden statischen Belastungen werden teils sehr umfangreiche Sicherungskonstruktionen in Stahl- oder Holzausführung errichtet. Der Rückbau erfolgt vielfach in Handarbeit oder mit Kleinmaschinen, um nicht durch den Einsatz schwerer Technik Schäden an den bleibenden Fassaden zu verursachen. Einer Entkernung folgt faktisch ein Neubau von innen heraus.


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