Altbausanierung

Typische in Altbauten auftretende Mängel und Schäden hängen vielfach nicht nur mit der allgemeinen Alterung und dem Verschleiß zusammen, sondern haben ihre Ursache eher im Stand der Technik zum Zeitpunkt der Bauwerkserstellung. Schall- und Wärmeisolierung blieben in der Regel weit hinter heutigen Standards zurück, soweit sie überhaupt schon vorhanden waren.

Typisches Problem älterer Immobilien sind auch Feuchtigkeitsschäden durch ungenügend nach außen gedichtete Kellerwände und Bodenplatten. Nach zwanzig und mehr Jahren machen sich in der Regel auch die dauernde Umweltbelastung sowie die mangelnde diesbezügliche Resistenz der damals verwendeten Baustoffe unweigerlich bemerkbar.

Aus heutiger gravierende strukturelle Mängel

Hinzu kommen zumindest aus heutiger Sicht teils gravierende strukturelle Mängel: Alten Gebäuden fehlt es nicht nur an zeitgemäßen Elektro-, Multimedia-, Heizungs- und Wasserinstallationen, auch der Zuschnitt der Räume und die funktionale Zuwidmung entspringen wohnkonzeptionellen Vorstellungen, die nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprechen. Besonders deutlich wird das meist an der Lage und der Größe der Küchenräume, sowie der sanitären Einrichtungen.

Bei der Altbausanierung wird üblicherweise zwischen Voll- und Teilsanierungen unterschieden. Während Teilsanierungen einzelne Systeme wie Heizung oder Wasserversorgung betreffen, oder den nachträglichen Einbau eines Bades bzw. dessen Modernisierung(siehe auch Badsanierung.de), umfasst eine Vollsanierung das gesamte Gebäude von innen und außen. Sie ist in der Regel mit einer totalen Räumung verbunden und schließt häufig auch Änderungen in tragenden Konstruktionen oder die Versetzung nichttragender Wände zur Schaffung neuer Grundrisse mit ein. Bei einer Kernsanierung als der umfassendsten Form wird das Gebäude faktisch sogar bis in den Rohbauszustand zurückgebaut und dann der Innenausbau unter heutigen Gegebenheiten und Ansprüchen neu vollzogen.

Wohnraumgewinnung und energetische Modernisierung

Der umfassende Ausbau des Dachgeschosses zu Wohnzwecken, verbunden mit einer energetischen Sanierung, gehört zu den weithin üblichen Regelarbeiten einer Altbausanierung. Oft auch die Gewinnung neuen Wohnraumes durch den Kellerausbau. Viele Bauherren nutzen die Gelegenheit einer Altbausanierung zum Einbau von Solaranlagen, Wärmepumpen und Brennwertheizungen. Dächer und Außenwände sind dabei nach den neuesten Standards zu dämmen. Auch für die Altbausanierung schreibt der Gesetzgeber in der Energieeinsparverordnung (EnEV) strenge Dämmwerte vor. Die Forderungen der EnEV gelten allerdings als erfüllt, wenn die nach anerkannten Regeln der Technik höchstmögliche Dämmschichtdicke eingebaut wird. Weitere Informationen finden Sie unter Ausbau.de

Architekten erhalten den Charme eines alten Gebäudes

Eine Anpassung an moderne Standards im Rahmen einer Altbausanierung erfordert in den meisten Fällen auch die Sanierung von Treppen, die Erneuerung der kompletten Elektroinstallation, von Gas-, Wasser- und Abwasserleitungen, aber auch solche komfortorientierten Arbeiten wie den Einbau eines Liftes, die Installation von Satelliten- oder Kabelfernsehanlagen (siehe auch Satbau.de) und nicht zuletzt die Erneuerung von Fenstern und Türen.

In Zusammenarbeit mit Architekten, die sich auf die Altbausanierung spezialisiert haben, entstehen im Rahmen einer solchen Sanierung oftmals Lösungen, die modernste Technik mit dem unverwechselbaren Charme der historischen Bausubstanz verbinden.


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